Unser persönlicher Ratgeber

4 - Noch eine miese Masche

Ein mieser Trick beim Goldankauf

Nachfolgend beschreibe ich eine Masche, mit deren Hilfe unseriöse Händler versuchen Ihnen Ihre Münzen oder Schmuckstücke zu einem Bruchteil des tatsächlichen Ankaufwertes abzukaufen.

Beispiel: Sie haben eine Münzensammlung aus Gold- und Silbermünzen sowie Kleinmünzen.

Der Ankaufswert der Goldmünzen liegt bei ca. 8.000 Euro, der Rest hat einen realistischen Ankaufswert von ca. 500 Euro. Sie gehen damit zu einem Händler und bieten diese Sammlung dort an. Gehen wir in diesem Fall davon aus, dass Sie bereits ein Gebot eines anderen Händlers zum Sofortankauf über etwa diese Summe haben und den Preise nur noch vergleichen möchten.

Der Händler oder Juwelier teilt die Sammlung zunächst beim Bewerten in zwei Teile. Den einen Teil, in diesem Fall die Goldmünzen, bewertet er mit einem Bruchteil des tatsächlichen Wertes, zum Beispiel mit 4.000 Euro. Den Teil, mit den Münzen die realistisch nur 500 Euro wert sind und an dem der Juwelier oder Aufkäufer in Wirklichkeit überhaupt nicht interessiert ist, bewertet er mit zum Beispiel 8.000 Euro. Er kommt so auf vollkommen unrealistische 12.000 Euro für die Sammlung.

Jetzt bietet er Ihnen an, die ja billigen Goldmünzen sofort für 4000 Euro zu kaufen. Den wertvolleren Teil würde er aber nur in Kommission oder im Auftrag, einem speziellen Kunden für solche Raritäten anbieten. Dafür werden dann Fotos gemacht, es wird rumtelefoniert etc. alles Show! Da die 12.000 Euro ja weit über jedem anderen fairen Angebot liegen, verkaufen Sie die "uninteressanten" Goldmünzen für 4.000 Euro und lassen den Rest für 8.000 Euro auf Kommission oder Auftragsverkauf beim Juwelier oder Händler.

Leider kommt der Auftragsverkauf nicht zu Stande, der Kunde springt leider plötzlich ab und der Händler gibt Ihnen die Münzen, die er ja leider, obwohl er sich ja so bemüht hat, nicht verkaufen konnte zurück. Den angeblichen Kunden hat es nie gegeben. Auf dem Markt ist dafür aber maximal 500 Euro zu erzielen.

Fazit:


Sie haben Ihre Sammlung die eigentlich 8.500 Euro Ankaufswert hat für 4.000 Euro verkauft. 500 Euro für den Rest bei anderen Händlern nach langem Preisvergleich. Ihr Erlös liegt insgesamt bei 4.500 Euro und der Gesamtverlust und Ihr Schaden durch diesen Trick in diesem Fall bei 4.000 Euro!

Schutz dagegen:


Verkaufen Sie nur, wenn die angebotene Summe, in diesem Fall 12.000 Euro, für die Gesamtsammlung auch sofort, in bar, komplett ausgezahlt wird. Wenn nicht genug Geld im Laden ist und erst mal ein Teilbetrag für einen Teil der Sammlung angeboten wird, machen Sie einen Termin zur vollständigen Zahlung aus, nehmen die GESAMTE SAMMLUNG wieder mit und kommen sie einfach zum vereinbarten Termin mit den Münzen oder Schmuckstücken wieder. Gehen Sie keinesfalls auf Kommissions- oder Auftragsverkäufe ein. Mit Schmuck wird ähnlich gearbeitet. Einzelne Stücke werden billig gekauft andere total überbewertet und nur in Kommission genommen.

Die Berufsbezeichnung Juwelier ist in Deutschland nicht geschützt. Jeder kann sich so nennen. Anders sieht es beim Goldschmied aus. Diese Berufsbezeichnung darf nur geführt werden, wenn man mit Erfolg eine Lehre / Ausbildung absolviert hat. Für Auftragsverkäufe ohne Festpreis gibt es seriöse Auktionhäuser die auf Schmuck oder Münzen spezialisiert sind.